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Silber handeln – Trading mit Rohstoffen

  • Beitrags-Kategorie:Rohstoffe
  • Lesedauer:10 min Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

Soll ich Gold oder Silber handeln?

Silber oder doch Gold – Silber, auch als „Gold des kleinen Mannes“ bezeichnet, findet großes Interesse an den Finanzmärkten. Keine Frage: Rohstoffe handeln/Rohstoffe traden, insbesondere Silber, erfreut sich großer Beliebtheit. Die Marktmechanismen für Silber unterscheiden sich kaum von jenen seiner edlen Schwester Gold: Im Prinzip wird der Preis von Angebot und Nachfrage bestimmt. Rohstoffe wie Silber können sehr volatil sein – heftige Kursschwankungen inklusive. Handel mit sogenannten Silber-CFDs bietet nicht selten eine gute Möglichkeit, von starken Schwankungen des Silberpreises in besonderem Maße zu profitieren. Der Handel mit Silber setzt wegen zeitweise hoher Marktvolatilität wie auch einer breiten Auswahl zur Verfügung stehender Instrumente (zum Beispiel CFDs, Futures, Aktien) eingehende Überlegungen voraus.

Verwendungswecke für Silber

Lange Zeit war Silber lediglich als reine Geldanlage gefragt. Doch inzwischen hat das Edelmetall mächtig an Attraktivität gewonnen und hat sich zu einem vollwertigen Industriemetall weiterentwickelt – für einige Zukunftstrends wie E-Mobilität und Photovoltaik gilt es als unabdingbar. Für Silber existieren zweifellos zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten.

Als älteste Verwendung von Silber gilt jene als Zahlungsmittel – als Münzen aus Silber. Heutzutage werden Silbermünzen in Deutschland nurmehr zu Gedenk-, Sammlungs- oder aber Wertanlagezwecken aufgelegt, nicht hingegen als Zahlungsmittel. Silbermünzen, Silberbarren wie auch Silberschmuck & Co. als Geldanlage stoßen gerade in Krisenzeiten auf rege Nachfrage – das sogenannte „Tafelsilber“ ist geradezu legendär. Dies liegt daran, dass die Silbervorräte der Erde tatsächlich endlich sind und sich Silber als wertstabil erwiesen hat.

Auch die Industrie interessiert sich für Silber und benötigt das Edelmetall für seine Produktion. Chemische Industrie und Kosmetikindustrie machen sich die speziellen Eigenschaften von Silber in ihren Salben, Deodorants sowie Medikamenten zunutze. Doch auch solche Gegenstände wie Messer, Wasserfilter und Kühlschränke können via silberhaltigen Beschichtungen behandelt werden – Verleihung antibakterieller Eigenschaften inklusive.

Darüber hinaus erscheint das Edelmetall Silber prädestiniert für orthopädische Nägel wie auch Implantate und Gelenke sowie zahntechnische Anwendungen. Sogenannte Silber-Nanopartikel kamen bereits in der Medizin, zudem in der Farben-/Lackindustrie zum Einsatz. Weitere technische Anwendungsbereiche sind neben elektrischen Kontakten und Elektroden auch Batterien sowie leitfähige Pasten. Nicht zu vergessen ist auch die Verwendung von Silber im Bereich der Fotografie: Silberverbindungen bilden für Foto- und Filmpapier die lichtempfindliche Schicht.

 

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Vorkommen und Abbau von Silber

Die Größe der Ressourcen und auch der Bestände erweist sich als Grundlage in puncto Einschätzung des Silberpreises. Experten zufolge existieren weltweit noch ca. 560.000 Tonnen Silber. Als wirtschaftlich rentabel abbaubare Reserven gelten gegenwärtig 270.000 Tonnen. Dies bedeutet, dass Silber – den aktuellen Verbrauch mit entsprechenden jährlichen Steigerungsraten zugrunde gelegt – noch ca. 24 Jahre reichen dürfte.

Diese Ressourcenreichweite wird durch den technischen Fortschritt diverser Erkundungs- und Fördertechniken, aber auch die zu erwartenden Edelmetallpreise sowie die wirtschaftlich abbaubaren Reserven beeinflusst. Weitere Einflussfaktoren wie die jeweilige Erteilung der behördlichen Fördergenehmigungen sowie die Finanzierung geplanter Bergbauprojekte kommen hinzu.

Wie auch immer: Die Ressourcenreichweite wird jedoch auch in Zukunft nicht zu unterschätzenden Schwankungen unterworfen sein – nicht zuletzt deshalb, weil sich das Ausmaß bis dato unentdeckter Ressourcen kaum präzise schätzen lässt.

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Prinzipiell wird Silber auf sämtlichen Kontinenten – mit Ausnahme von Arktis und Antarktis – abgebaut. Die absolut bedeutendsten Silbervorkommen befinden sich in Mexiko, Peru und China – hier kommt es zur Förderung der mit Abstand höchsten Mengen von Silber. Weitere ergiebige Lagerstätten sind in Australien, Chile, Russland, Bolivien, USA, Kanada und Polen zu finden. Selbst in Deutschland fanden und finden sich Silbervorkommen – insbesondere im Erzgebirge, im Harz, aber auch im Schwarzwald.

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Der Silberpreis und seine Einflussfaktoren

Als Silberpreis gilt der sogenannte Marktpreis für Silber. Letzterer entsteht durch das weltweite Zusammenspiel der Parameter Angebot und Nachfrage. Der Silberpreis wird mehrheitlich in USD notiert. Als entscheidende Einflussfaktoren haben sich neben dem Dollarkurs, Zinssätzen sowie dem Ölpreis auch die Preise anderer Edel- und Halbedelmetalle wie Gold, Platin, Kupfer & Co. herauskristallisiert. Nicht zu vergessen sind auch Emotionen – auch sie spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle an den Rohstoffbörsen: So wirken sich politische Ereignisse, Inflationsängste genauso wie Spekulationen und langfristige Erwartungen auf den Silberpreis aus.

Doch ein wesentlicher Einflussfaktor in puncto Silberpreisentwicklung kann in seiner Wirkung kaum hoch genug eingeschätzt werden – die Spekulationen auf den jeweiligen Terminmärkten. Angebot und Nachfrage – das ist die eine Seite der Medaille. Spekulation an den Terminmärkten – das ist die andere Seite der Medaille. Auf den Terminmärkten werden nahezu unvorstellbare Summen an Edelmetallanlagen „gedreht“: Es wird via Futures, diversen Termingeschäften auf Silber beziehungsweise Gold, gezockt – dabei existieren diese Edelmetalle nicht wirklich. Die weltweiten Handelsvolumina erweisen sich als gewaltig – in der Folge beeinflussen die enormen Spekulationen auf den Terminbörsen die Edelmetallnotizen.

Silber wird im Gegensatz zu Gold viel stärker aus der Industrie nachgefragt. Knapp die Hälfte der Silbernachfrage stammt aus der Industrie und speziell aus der Elektroindustrie. Durch die weiter steigende Nachfrage nach Elektromobilität, erneuerbaren Energien und Halbleitern, könnte der Silberpreis in Zukunft noch stark steigen. Er ist dadurch aber auch abhängig von der globalen Weltwirtschaft und schwankt in der Hinsicht stärker als Gold.

Saisonalität des Silberpreises

Die Saisonalität des Silberpreises ist auffallend – sie unterscheidet sich stark von jener des Goldpreises. Die größten Kursgewinne verzeichnet das Edelmetall Silber zu Anfang des Jahres. Der tendenziell starke Anstieg ab Januar bis Ende April ist auffallend. Danach stellt sich eine saisonale Korrektur bis Ende Juni ein. In der Folge kommt es zu einer moderaten Aufwärtsbewegung, die bis Ende Dezember andauert.

Der auffallende saisonale Anstieg des Silberpreises gerade zu Beginn eines Jahres ist auf bestimmte Prozesse zurückzuführen: So kauft die Industrie, das heißt Silberverarbeiter und Silberanwender, in dieser Zeit Silber in großer Menge ein. In der Regel kommt es bereits ab März/April zu einem Abfallen des Silberpreises, bis er zur Jahresmitte einen Tiefstand erreicht.

Silber-Prognose: Entwicklung des Silberpreises bis 2025

Wohin wird sich der Silberpreis bis 2025 entwickeln? Die Prognose in puncto Silberpreis bis 2025 hängt natürlich auch nicht unerheblich von Angebot und Nachfrage ab.

Doch die „Zwitterstellung“ von Silber mit großer Industrieabhängigkeit UND Wertaufbewahrung besitzt großes Potenzial in puncto Preisentwicklung. Auf der einen Seite würde von hohen Notierungen des Edelmetalls Gold auch Silber profitieren. Auf der anderen Seite würde Silber als Industriemetall, wenn sich ein neuer globaler Aufschwung einstellt, in einem Anstieg der Nachfrage zeigen. 

Interessant an der weltweiten Silberproduktion der vergangenen Jahre ist das Plateau, dass wir in den letzten Jahren sehen. Die Silberproduktion stagniert seit 2011 bei circa 25.000 Tonnen pro Jahr. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wird die Silbernachfrage weiter steigen. Die Frage ist nur, kann die Silberproduktion schnell genug gesteigert werden. Die Stagnation der letzten Jahre lässt darauf schließen, dass wenig Investitionen in die Erschließung neuer Silberminen getätigt wurden. Eine schnell steigende Nachfrage könnte sich daher positiv auf den Silberkurs auswirken.

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Wie kann man Silber handeln?

Viele Anfänger wissen nicht, wie sie vom Silberpreis profitieren können. Eine Möglichkeit Silber zu handeln ist mithilfe von CFDs. Ein sogenannter Differenzkontrakt (CFD) ist im Prinzip eine Art des Vertrages der beiden Beteiligten, dem Trader einerseits und dem Broker andererseits.

Der Einsatz eines sogenannten CFD Hebels führt zu einer Vervielfachung des eingesetzten Kapitals. Durch den Hebeleffekt ist es einem Trader möglich, eine Order auszuführen, welche höher als sein Eigenkapital ist. Doch die maximale Höhe der Hebel ist je nach Anlageklasse begrenzt und durch die EU streng reguliert. Bei Rohstoff-CFDs beträgt der maximale Standardhebel 10:1. Die besondere Hebelwirkung der CFDs birgt hohes Gewinnpotential einerseits, Verlustrisiko andererseits.

CFDs bergen zwar, genauso wie andere Finanzinstrumente auch, ein gewisses Risiko. Gleichwohl erweisen sie sich als transparent. Bereits ab einer Einzahlung in Höhe von 100 Euro ist bei vielen Brokern der Einstieg möglich. Vor dem CFD-Trading sollten Sie sich intensiv mit der speziellen Funktionsweise von CFDs beschäftigen. Dazu können Sie auch die Bildungsangebote in Form von CFD Artikeln, detaillieren Analysen, Anleitungen, Strategien wie auch nützlichen Tipps von Profis studieren. Diese grundlegenden Informationen findest du auch in unserer Kategorie CFD-Bildung.

Attraktive Silber-Aktien

Eine interessante Silber-Aktie stellt zweifellos SSR Mining dar – via Fusion mit Alacer Gold besteht hier viel Potenzial. Die Ende 2020 vorgenommene Fusion fand in Form eines Zusammenschlusses gleichberechtigter Partner statt. Das neue Unternehmen erreicht eine Marktkapitalisierung von etwa 3 Mrd. USD. Die Fusion zielt auf Kosteneinsparung und Synergieeffekte ab.

Gemäß Analystenschätzungen ergänzen sich die beiden Unternehmen im Prinzip perfekt, und die Finanzkraft ist nach der Fusion deutlich gestiegen. So lassen sich weitere Bergbauaktivitäten finanzieren. Keine Frage: SSR Mining hat sich via Fusion mit Alacer Gold in die zweite Liga vielversprechender Gold- und Silberproduzenten katapultiert. Nicht zuletzt dürfte auch die Profitabilität steigen.

Eine weitere spannende Silber-Aktie, die Sie besonders in den Blick nehmen sollten, ist jene von Pan American Silver, einem der größten Silberproduzenten der Welt. Bei Pan American Silver handelt es sich um ein Bergbauunternehmen, das seinen Sitz in Kanada hat und Silberminen in Lateinamerika (zum Beispiel Mexiko, Bolivien, Peru, Argentinien) betreibt. Nach Übernahme von Tahoe Resources ist Pan American Silver sogar zum größten Silberproduzenten der Welt aufgestiegen. Die jährliche Produktionsmenge beträgt etwa 20 Mio. Unzen. Pan American Silver verzeichnet bei einem Aktienkurs von 32 USD eine Marktkapitalisierung von etwa 7 Mrd. USD. Analysten sind sehr zuversichtlich, dass Umsätze und Silberproduktion steigen könnten. 2022 sollen gemäß Marktexperten bei einem Umsatz von 2,16 Mrd. USD rund 2,46 USD Gewinn pro Aktie erzielt werden. Diese Erwartungen sollten potenziellen Anlegern Mut machen.

Vorteile des Tradings via Silber-CFDs

Keine Frage: Silber zählt zu den vertrauenswürdigsten Vermögenswerten des globalen Marktes. Wer Rohstoffe traden möchte, kommt an Silber nicht vorbei: Weiter steigende Rohstoffpreise, dazu eine anziehende Inflation könnten hervorragende Voraussetzungen für Preisanstiege bei Silber & Co. bieten und damit anregen, Silber zu handeln.

Der CFD-Handel mit seinen Long-/Short-Positionierungen erweist sich als enorm flexibel – flexibler als alle anderen Formen des Tradings. Mit CFDs ist der Handel auf mehr als 17.000 verschiedenen Märkten möglich – darunter Aktien und Indizes genauso wie Rohstoffe, Forex & Co. Darüber hinaus können Sie einige Märkte sogar außerhalb der üblichen Handelszeiten traden.

Risikohinweis Plus500: 77% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.

Risikohinweis Plus500: CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.