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Öl handeln – Trading mit Rohstoffen

  • Beitrags-Kategorie:Rohstoffe
  • Lesedauer:11 min Lesezeit

Inhaltsverzeichnis

ÖL gehört zu den meist gehandelten Rohstoffen. Anleger profitieren von ÖL CFDs, denn sie können sowohl auf steigende als auch fallende Kurse spekulieren. Der größte Vorteil von ÖL CFDs ist die Hebelwirkung, mit der Anleger mit geringen Kapitaleinsätzen große Beträge auf den Finanzmärkten bewegen. Den überdurchschnittlichen Gewinnchancen im CFD-Trading stehen jedoch analoge Verlustmöglichkeiten gegenüber. Über den CFD-Handel mit Öl bekommen Anleger Zugang zu hoch kapitalisierten Finanzmärkten und Investitionen, die sie sich anderenfalls nicht leisten könnten.

Welche Verwendungen gibt es für Öl?

Erdöl ist in unserem Alltag allgegenwärtig, denn es steckt genauso in Kunststoff wie in Kosmetik. Es bringt unsere Autos zum Fahren und die Industrie zum Laufen, denn es produziert Elektrizität und steckt in zahlreichen Produkten wie Plastik, Elektrogeräten und pharmazeutischen Produkten. Erdöl bringt den Verkehr voran, denn neben Autos brauchen auch Schiffe und Flugzeuge Erdöl. Kurze Beispiele: Für die Produktion einer Nylon-Krawatte werden 0,5 Liter Erdöl verbraucht, ein Fernseher verbraucht 2,4 Liter Erdöl, ein Regal aus Pressspan 7,5 Liter.

Wie groß sind die Vorkommen von Öl und wo liegen sie?

Laut Bundesanstalt für Geowissenschaft und Rohstoffe (BGR) bewegen sich die weltweiten Erdölreserven bei 244 Milliarden Tonnen. Diese Erhebung stellt jedoch lediglich eine Hochrechnung dar, da die tatsächlichen weltweiten Erdölreserven vom Erdölpreis, dem technischen Fortschritt und der Erschließung neuer Erdölvorkommen abhängt. Mit 48 Milliarden Tonnen Erdöl verfügt Venezuela über die größten Erdölvorkommen weltweit.

Auf den Plätzen 2 bis 5 folgen Saudi-Arabien (36,6 MT), Kanada (27,6 MT), Iran (21,8 MT) und der Irak (20,6 MT). Auf den Plätzen 6 bis 8 folgen Russland, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate mit jeweils mehr als 10 Milliarden Tonnen. Die USA schließen sich mit 5,8 Milliarden Tonnen an. In Afrika befinden sich mit 6,3 Milliarden Tonnen die größten Erdölvorkommen in Libyen. Die Angaben betreffend Venezuela und Kanada sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da Kanada auch seine Ölsandvorkommen und Venezuela seine Schwerstölvorkommen in die Gesamtzahl mit einrechnet. Beide Vorkommen sind keine pur förderbaren Erdöle.

Welche Einflussfaktoren gibt es auf den Öl-Preis?

Angebot und Nachfrage beeinflussen den Erdölpreis, denn je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Sobald sich das Erdölangebot bei gleichbleibender Nachfrage erhöht, sinkt der Preis. Die globale Wirtschaftsleistung ist ein weiterer, den Erdölpreis bestimmender Faktor. Je höher die Wirtschaftsleistung eines Landes, desto größer ist der Erdölbedarf. Die Länder mit der höchsten Wirtschaftsleistung sind China, die USA und Europa.

Diese drei Länder beziehungsweise Kontinente verbrauchen täglich bis zu 45 Millionen Barrel Rohöl. Die Finanzkrise von 2008 und die Coronakrise 2020/2021 drosselten die industriellen Wirtschaftsleistungen der Länder weltweit. Die Folge war eine abnehmende Nachfrage und damit ein sinkender Erdölpreis. Derzeit bewegt sich der tägliche weltweite Rohölverbrauch bei 98 Milliarden Barrel täglich. Ob dieser Verbrauch auch in ein paar Jahren noch so hoch sein wird, hängt von der Entwicklung erneuerbarer Energien ab.

Mit dem Bretton-Woods-Abkommen 1944 wurde der US-Dollar an den Goldpreis gekoppelt und sämtliche weltweiten Währungen an den Dollar. Dieser wurde zur Leitwährung. 1971 wurde der Goldstandard zwar abgeschafft, Öl wird jedoch weiterhin in der US-amerikanischen Währung gehandelt. Wie gut der US-Dollar im Vergleich zu anderen, international wichtigen Währungen wie dem Euro oder dem Britischen Pfund dasteht, hat demzufolge auch einen Einfluss auf den Ölpreis. Sinkt der US-Dollar im Vergleich zu anderen wichtigen internationalen Währungen, sinkt auch der Ölpreis. Steigt der US-Dollar im internationalen Vergleich, wird auch der Rohstoff teurer.

Die Preise für Erdöle werden auf den Future Märkten festgelegt. Diese werden auch als Spotmarkt oder Terminmarkt bezeichnet. Würde ein Weltmarktführer wie China sich dazu entscheiden, weitere Atomkraftwerke zu bauen, könnte diese Entwicklung den Ölpreis empfindlich treffen, denn die fehlende Nachfrage aus China würde das weltweite Erdölangebot vergrößern und den Preis damit verringern. Wird dagegen die Fracking-Industrie ausgebaut, erhöhen die Förderländer das Erdölangebot.

Diese neue Situation würde die Spekulation auf dem Ölmarkt erhöhen. Die Folgen könnten sowohl sinkende als auch steigende Preis sein. Viele Länder, darunter Deutschland, Frankreich und Irland, haben die umstrittene Methode des Frackings jedoch verboten, sodass diese Art der Erdölgewinnung keine wirkliche Alternative zur klassischen Erdölförderung darstellt.

Die OPEC ist eine der wichtigsten internationalen Vereinigungen weltweit. OPEC steht für die Organisation der erdölfördernden Länder. Dieses Kartell besteht aus 14 erdölfördernden Ländern, um den weltweiten Ölpreis durch Angebotskontrolle zu bestimmen. Entwickelt sich der Erdölpreis für diese Länder nachteilig, wenn der Preis auf dem internationalen Ölmarkt sinkt, ist die OPEC berechtigt, das Angebot künstlich zu verknappen, um die Preise wieder steigen zu lassen. Die Begriffe Kartell und Preisabsprachen sind generell ja eher negativ belegt. In diesem Fall sind Preisabsprachen und Angebotsregulierungen jedoch gewollt, um einen Wettbewerb unter Exporteuren um den günstigsten Ölpreis zu verhindern. Diese negative Entwicklung hätte die weltweiten Ölreserven schnell erschöpft. Durch die Regulierung der Ölförderquoten stellt die OPEC sicher, dass die Mitgliedsländer einen fairen Ölpreis erhalten. 2018 einigten sich die OPEC-Mitglieder auf eine tägliche Fördermenge von 39 Milliarden Rohöl pro Tag.

Russland ist zwar kein OPEC-Mitglied, erklärt sich jedoch zu einer einvernehmlichen Zusammenarbeit bereit. Im Zuge der künstlichen Angebotsverknappung durch die OPEC stimmte auch Russland bereits mehrmals zu, die landeseigene Fördermenge zu verringern. Mit einer Fördermenge von ungefähr 13 Milliarden Barrel Rohöl pro Tag ist die USA der größte Produzent außerhalb der OPEC, gefolgt von Kanada und China. Die in der OECD zusammengeschlossenen Länder (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) fördern zusammen ungefähr 24 Milliarden Barrel Rohöl pro Tag. Sämtliche Nicht-OPEC-Staaten produzieren etwa 53 Milliarden Barrel Rohöl pro Tag.

Exogene Schocks wie Kriege, Naturkatastrophen und geopolitische Instabilität sind weitere Faktoren für die Preistreibung, da sie sich wirtschaftlich nicht erklären und kontrollieren lassen. Auch die mit diesen Ereignissen verbundene Nachrichtenlage ist nicht zu unterschätzen. Je negativer die Lage geschildert wird, desto mehr steigt die Angst der Menschen vor einem Versorgungsengpass. Die Nachfrage nach Erdöl steigt und damit auch der Preis.

Hat die Saisonalität einen Einfluss auf Öl?

Der internationale Ölmarkt und damit die Preise sind sehr volatil, das heißt, sie sind immer in Bewegung, nach oben oder nach unten. Eine Saisonalität wie die vier Jahreszeiten gibt es diesem Sinne nicht. Der Ölpreis ist im Sommer nicht grundsätzlich günstiger als im Winter. Der Preis steigt beziehungsweise sinkt aus vielen Gründen, sogar von einem Tag auf den anderen sind solche Entwicklungen möglich.

Dass es nicht die eine, günstigere Saison gibt, liegt daran, dass dieser wertvolle Rohstoff täglich gebraucht wird, sowohl von der Wirtschaft als auch von Verbrauchern. Die künstliche Angebotsverknappung, Krisen jeder Art, ganz gleich, ob Öl-, Wirtschafts- oder Coronakrise sowie Naturkatastrophen und Marktspekulationen können den Ölpreis zu jeder Jahreszeit nach oben oder unten treiben. Saisonale Muster sind vor allem im Bereich Heizöl zu erkennen, wo der Preis im Sommer bei geringerer Nachfrage in der Regel günstiger ist als im Winter bei steigender Nachfrage.

Ölpreis Prognose: Wie entwickelt sich der Ölpreis bis 2025?

Da bisher keine neuen Ölvorkommen entdeckt wurden, erschöpfen sich die billigen Ölquellen nach und nach bei gleichbleibender Nachfrage. Die Nachfrage nach Öl wird maßgeblich durch die Weltwirtschaft bestimmt. Sollte sich die Wirtschaft abkühlen, würde das eine zurückgehende Nachfrage nach Öl bedeuten. Ein gutes, globales Wirtschaftswachstum würde die Nachfrage nach Öl steigen lassen. Einen großen Einfluss hat jedoch die OPEC, was man immer im Hinterkopf haben muss.

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Wie kann man Öl handeln?

Über den CFD-Handel kann jeder Anleger am Handel mit Öl teilnehmen. Dafür muss sich jedoch niemand ein oder mehrere Fässer Öl in den Keller stellen. Die Volatilität dieses Rohstoffs bietet Tradern viele Gelegenheiten, den schwankenden Ölpreisen zu handeln. Die meist gehandelten Ölsorten im CFD-Trading sind Brent und WTI (West Texas Intermediate). Ferner gibt es noch den OPEC-Korbpreis, der sich aus unterschiedlichen Ölsorten der OPEC-Mitgliedstaaten zusammensetzt. Über regulierte CFD Broker haben Anleger die Möglichkeit, in den Rohstoff Öl zu investieren.

Die Abkürzung CFD steht für Contract for Difference, zu Deutsch Differenzkontrakte. CFD-Trading bietet die Möglichkeit, in Öl zu investieren, ohne dieses in physischer Form zu kaufen. Trader investieren Long und Short, spekulieren also auf steigende und fallende Kurse. CFDs gehören zu den Derivaten, leiten sich also direkt von dem jeweiligen Basiswert, zum Beispiel einem Index oder einer Aktie ab.

Eine weitere Möglichkeit der indirekten Partizipation am Ölpreis ist das Investieren in Öl-Aktien. Wer langfristig an steigende Ölpreise glaubt, für den können Ölaktien interessant sein. Wer hingegen nur auf kurzfristige Kursschwankungen aus ist, der ist mit CFDs ebenfalls an der richtigen Adresse.

Welches sind die spannendsten Aktien im Ölhandel?

Ölaktien gib es viele an der Börse. Wir haben als Beispiel zwei unserer Meinung nach interessanten Öl-Aktien herausgesucht und kurz beschrieben:

Royal Dutch Shell Aktien

Royal Dutch Shell ist eines der größten erdölfördernden Unternehmen weltweit. Das Unternehmen ist in 140 Ländern aktiv und realisiert jährlich mehr als 340 Milliarden US-Dollar Umsatz. Auf dem Markt befinden sich mehrere Milliarden Ölaktien der Royal Dutch Shell, in die mehr als eine Million Anleger investieren. In den letzten 20 Jahren legte die Shell-Aktie einen Zick-Zack-Kurs hin, der sich mal nach oben, mal nach unten bewegte, was auch auf einige Skandale zurückzuführen war.

Zeitweise niedrige Preise auf dem Ölmarkt und die Coronakrise bescherten dem Ölunternehmen ein Rekordminus. Mittlerweile steigt der Aktienkurs wieder leicht an, denn Öl wird immer gebraucht und ist ein weltweit unverzichtbarer Rohstoff. Der Markttrend ist positiv, Analysten schätzen die Aktie als unterbewertet ein.

Bei unternehmensspezifischen Problemen verzeichnen die Kurse nur einen geringfügigen Trend nach unten. Wer jetzt vergleichsweise günstig Shell-Aktien kauft, kann später von einem positiven Markttrend profitieren und teuer verkaufen, also von höheren Kursen profitieren, wenn sie Rohstoffe traden.

Total Aktien

Der französische Total-Konzern gehört zu den 20 wichtigsten Ölproduzenten weltweit. Seit der Fusionierung mit dem Konkurrenten Elf Aquitaine im Jahr 2000 hat Total eine vorherrschende Marktmacht inne. An die riesigen Konzerne der OPEC-Staaten reicht die Fördermenge zwar nicht heran, der Jahresumsatz von 200 Milliarden Euro pro Jahr und nach der Coronakrise erneut steigende Aktienkurse machen die Total-Aktie für Anleger wieder interessant.

Vorteile des Tradings mit Öl CFDs

Für risikoaffine Trader ist das CFD-Trading interessant, da auf Basiswerte spekulieren, in die „normale“ Anleger nicht investieren können.

Ein Vorteil von CFDs ist der Zugang zu Finanzprodukten mit hohen Kapitaleinsätzen, die sich die meisten Anleger im klassischen Wertpapierhandel nicht leisten könnten. Gerne wird auch der Handel fast rund um die Uhr gesehen, wovon vor allem berufstätige Trader profitieren.

Risikohinweis Plus500: 77% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld.

Risikohinweis Plus500: CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.